Fahrausbildung 2027: Das ändert sich beim Führerausweis in der Schweiz


Ab dem 1. Januar 2027 gibt es wichtige Änderungen bei der Fahrausbildung in der Schweiz. Besonders wichtig: Der Verkehrskundeunterricht (VKU) muss neu vor der Theorieprüfung absolviert werden.

Auch die Theorieprüfung wird angepasst, neue Themen wie Fahrassistenzsysteme kommen hinzu und verschiedene Nachweise werden digital übermittelt.

Hier findest du die wichtigsten Änderungen zur Fahrausbildung 2027 einfach erklärt.

Nothilfekurs und Sehtest werden digital erfasst

Nothilfekurs und Sehtest gehören weiterhin zu den ersten Schritten auf dem Weg zum Führerausweis.

Neu werden die entsprechenden Nachweise digital (in "NoSe" der asa) erfasst und dem Strassenverkehrsamt elektronisch zur Verfügung gestellt. Dadurch wird der Ablauf einfacher und Papiernachweise werden zunehmend überflüssig.

Gesuch einreichen und FABER-PIN

Das Gesuch für den Lernfahrausweis kann online oder beim Strassenverkehrsamt eingereicht werden. Anschliessend wird die persönliche FABER-PIN zugeteilt.

VKU vor der Theorieprüfung: Das gilt neu

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft den Verkehrskundeunterricht (VKU). Ab dem 1. Januar 2027 muss der VKU grundsätzlich absolviert sein, bevor du dich zur Theorieprüfung anmelden kannst. Mit der neuen Regelung soll das Wissen aus dem VKU bereits bei den ersten Lernfahrten vorhanden sein.

Was lernt man im neuen VKU?

Der Verkehrskundeunterricht wird modernisiert. Neben den bisherigen Themen lernst du neu auch den sicheren Umgang mit Fahrassistenz- und Automatisierungssystemen.

Damit wird die Fahrausbildung stärker an moderne Fahrzeuge und deren technische Möglichkeiten angepasst.

Theorieprüfung: Neu 55 statt 50 Fragen

Auch die Theorieprüfung wird ab 2027 angepasst. Für die Kategorien B, A und A1 umfasst die Theorieprüfung neu 55 statt bisher 50 Fragen.

Die zusätzlichen Prüfungsfragen berücksichtigen unter anderem Inhalte aus dem Verkehrskundeunterricht sowie Themen rund um Fahrassistenz- und Automatisierungssysteme.

Damit werden VKU und Theorieprüfung stärker miteinander verknüpft.

Was ist die richtige Reihenfolge ab 2027?

Der Weg zum Führerausweis verändert sich durch die neuen Regeln etwas.

Wichtig ist vor allem: Der VKU kommt NEU vor der Theorieprüfung. Nach bestandener Theorieprüfung erhältst du den Lernfahrausweis und kannst mit den Lernfahrten beziehungsweise Fahrstunden beginnen. So verfügst du bereits bei deinen ersten Fahrten über wichtige Kenntnisse zu Verkehrssituationen, Gefahren und modernen Assistenzsystemen.


Die neue Reihenfolge ab 2027:

VKU → Theorieprüfung → Lernfahrausweis → Fahrstunden und Lernfahrten → praktische Führerprüfung → WAB Kurs

Einheitlicher Lernfahrausweis

Auch der Lernfahrausweis wird modernisiert und schweizweit vereinheitlicht. Die Adresse wird nicht mehr aufgedruckt. Ein QR-Code sowie Piktogramme zeigen wichtige Informationen und die gültigen Fahrzeugkategorien an. Der Lernfahrausweis ist zudem elektronisch verfügbar.

Mehr Flexibilität

Die Reihenfolge für Nothelferkurs, Sehtest und den neuen VKU ist vor der Einreichung des Gesuchs völlig freigestellt. Alle Nachweise werden digital direkt an das Strassenverkehrsamt übermittelt.

Du möchtest deinen Führerausweis machen und bist unsicher, welche Regeln für dich gelten?

Kein Problem – melde dich bei mir.

Häufige Fragen zur Fahrausbildung 2027

Ja. Ab dem 1. Januar 2027 ist der absolvierte Verkehrskundeunterricht grundsätzlich Voraussetzung für die Anmeldung zur Theorieprüfung.

Ja. Genau das ist eine der wesentlichen Änderungen ab 2027: Der VKU wird vor der Theorieprüfung absolviert.

Die Theorieprüfung für die Kategorien B, A und A1 umfasst neu 55 statt 50 Fragen.

Ja. Der VKU wird modernisiert und behandelt neu unter anderem den sicheren Umgang mit Fahrassistenz- und Automatisierungssystemen.

Für Personen, die ihre Ausbildung bereits vor dem 1. Januar 2027 begonnen haben, können Übergangsbestimmungen gelten. Entscheidend ist unter anderem, welche Schritte du bis Ende 2026 bereits absolviert hast.

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